Reihe: Studium IT-Recht und Geistiges Eigentum – Erfahrungsbericht aus Hannover #2

Dieser Bericht ist für alle, die überlegen den Schwerpunkt 7 „IT-Recht und Geistiges Eigentum“ an der Universität Hannover zu belegen. Es sollen nicht die reinen Pflichtfächer und deren Inhalt wiedergegeben werden (denn das kann man über die Website nachlesen: http://www.binary24.de), sondern eher Vorurteile entkräftet und die Gegebenheiten geschildert werden.

Als ich vor der Wahl des Schwerpunkts stand, habe ich aus „Sicherheitsgründen“ zuerst für ein Fach eingeschrieben, dass ich schon von der Zwischenprüfung kannte. Denn IT-Recht und Geistiges Eigentum zu besuchen, ohne vorher je im Studium eine ähnliche Vorlesung gehört zu haben, war mir zu riskant. Schließlich wählt man doch gerne das bereits bekannte, um einschätzen zu können, wie die Noten ausfallen. Nach den ersten Vorlesungen war mir jedoch schnell klar, dass ich mich für den Schwerpunkt 7 entscheiden werde und ließ mich nachträglich für ihn einschreiben (das funktioniert bis zu 1 Monat nach Beginn der Vorlesungen). Besonders sind einerseits die Aktualität der Themen, das Spektrum und vor allem, dass dieses Rechtsgebiert nicht so überlaufen und man hier nicht wie im Strafrecht Meinungen auswendig lernt, sondern es zu Vielem keine herrschende Meinung gibt und Ansätze selbst in der Vorlesung entwickelt werden. Die Vorlesungen also von der Diskussion mit dem Professor und den Studierenden lebt. Dabei geht es nicht nur um technische Inhalte. Wenn man den Namen des Schwerpunkts hört, denkt man irrig, man müsste am Besten programmieren und/oder Computer reparieren können. Nichts dergleichen ist der Fall. Die Grundlagen werden einem in der Vorlesung beigebracht. Zudem betrifft der technische Teil dieses Schwerpunkts nur etwa 1/4 der möglichen zu belegenden Vorlesungen. Daher ist der Schwerpunkt auch für Frauen zu empfehlen, da man lediglich technische Vorgänge nachvollziehen können muss.

Besonders hervorzuheben ist das Institut für Rechtsinformatik, welches diesen Schwerpunkt anbietet. Man fühlt sich dort Willkommen, zudem bietet es durch modernste Vorlesungsräume und eine öffentliche Bibliothek beste Lernvoraussetzungen.

Wer sich also international und zukunftsweisend orientieren will, sollte diesen Schwerpunkt anwählen, da dieser die Türen in neue abwechslungsreiche Rechtsgebiete öffnet durch die man später gute Jobchancen haben wird.

Vielen Dank für den Bericht an den/die Gastautor/in (Universität Hannover).

Eigener Erfahrungsbericht?

Sie studieren zur Zeit selbst das IT- und Medienrecht an einer Universität oder haben das Studium bereits erfolgreich abgeschlossen? Oder Sie haben einen Fachanwaltslehrgang IT-Recht besucht und möchten Ihre Erfahrungen mit anderen teilen? Dann schicken Sie uns einfach eine E-Mail mit ihrem Erfahrungsbericht, den wir dann gerne auf netzrecht veröffentlichen!